Parken am Checkpoint Charlie in Berlin

In der Friedrichstraße an der Ecke Zimmerstraße befand sich lange der berühmte Grenzübertritt „Checkpoint Charlie“. Jahrzehntelang wurde Berlin durch die Berliner Mauer mitten in zwei Teile getrennt. Zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 verhinderte ein systematische Grenzbefestigungssystem weitestgehend den Wechsel zwischen Ost- und Westberlin. An wenigen Stellen war der Übertritt zwischen westlicher und östlicher Zone aber möglich.

Der wahrscheinlich bekannteste Grenzübergang war der Checkpoint Charlie. Er verband in der Friedrichstraße zwischen Zimmer- und Kochstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Grenzübergang durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Diplomaten genutzt werden. Er wurde im August 1961 infolge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westlichen Militärpersonals, der Sowjetischen Militärverbindungsmission (SMM) und ausländischer Diplomaten erfassen zu können.

Da Berlin der Hoheit der vier Besatzungsmächte unterlag und nicht der BRD beziehungsweise der DDR, lag formal gesehen keine Grenze zwischen Ost- und Westberlin vor. Aus diesem Grund wurde der Ort von den Amerikanern auch Checkpoint – deutsch: Kontrollpunkt und nicht Grenzübergang genannt. Obwohl Ostberlin damit unter der Hoheit der Sowjetunion lag, wurde es von der DDR als Staatsterritorium betrachtet – als Hauptstadt des Arbeiter- und Bauernstaates. Der Checkpoint Charlie wurde deshalb – anders als in der amerikanischen Bezeichnung – in der DDR Grenzübergangsstelle oder GüST bezeichnet.

Dies führte kurz nach Errichtung der Mauer zu einer brenzligen Situation: Als Folge von unrechtmäßigen Grenzkontrollen am Checkpoint Charlie durch DDR-Polizisten erzwangen die Amerikaner in den darauffolgenden Tagen mehrfach den Grenzübergang mit Militäreskorten. Als Folge dessen fuhren die Sowjets am 27. Oktober 1961 Panzer vor dem Checkpoint Charlie auf, sodass sich in der Folge sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber standen. Der ehemalige sowjetische Botschafter, Valentin Falin, erinnert sich: „Uns trennten nur noch Sekunden und Meter von einem Unglück.“ Nach einigen diplomatischen Bemühungen zogen sich die sowjetischen Panzer schließlich zurück und eine Konfrontation konnte verhindert werden.

Eine ähnliche Konfrontation zwischen Ost- und Westmächten fand in den folgenden Jahren zwar nicht mehr statt, der Checkpoint Charlie war in den folgenden Jahrzehnten jedoch Schauplatz mehrerer spektakulären Fluchten. Am 29. August 1986 durchbrachen beispielsweise drei DDR-Bürger mit einem Laster die Grenzsperren und konnten sich nach West-Berlin retten. Nicht alle Fluchtversuche waren allerdings erfolgreich, einige Versuche endeten auf tragische Weise, wie beim Fluchtversuch von Peter Fechter, der vor den Augen westlicher Beobachter verblutete.

Heute zählt der Checkpoint Charlie als Gedenkstätte zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Die Geschichte des Checkpoint Charlie und der Berliner Mauer kann im „Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie“ nachvollzogen werden. Das Museum wurde bereits 1963 kurz nach der Errichtung der Mauer eröffnet und beherbergt Fotos und Dokumentationen geglückter Fluchtversuche und auch der Fluchtmittel: Heißluftballons, Fluchtautos, Sessellifte und ein Mini-U-Boot. Im Sommer 2006 wurde auf dem historischen Gelände des ehemaligen Grenzübergangs eine Open-Air-Ausstellung eröffnet. Seitdem wird auf drei Galerien anhand von Bildern über verschiedenste Fluchtversuche, die Blockkonfrontation und die wichtigsten Erinnerungs- und Gedenkorte informiert.

Der Checkpoint Charlie ist einer der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten und aufgrund weiterer Sehenswürdigkeiten in der Nähe wie dem Gendarmenmarkt, dem Brandenburger Tor, Madame Tussauds, dem Reichstagsgebäude, der Nicolaikirche oder dem Holocaust-Denkmal auf jeden Fall einen Besuch wert. Nur wer am Checkpoint Charlie einen Parkplatz sucht, hat meist seine Schwierigkeiten. Das Parkplatzangebot vor Ort ist sehr eingeschränkt und hat bereits den einen oder anderen Besucher zur Verzweiflung getrieben. Mit der Parkplatz-App ampido findet man aber im Handumdrehen einen Parkplatz in direkter Nähe. Per Knopfdruck auf der App, oder per Anruf beim Kundenservice, können Sie sich ein Parkplatz direkt am Checkpoint Charlie buchen. Dabei ist der Parkplatz über ampido nicht nur im Voraus reservierbar, sondern im Vergleich zu anderen Parkplätzen auch deutlich günstiger.

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Veröffentlicht in Berlin